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Kreuzbandverletzung sofort operieren ?

 

Derzeit häufen sich wieder die alljährlichen Skiunfälle und damit die Zahl der Bänderrisse am Kniegelenk. Kreuzbandrisse heilen entgegen der landläufigen Meinung bei etwa 25 Prozent der verletzten Sportler ohne operative Maßnahmen dauerhaft stabil aus.

Voraussetzung für die natürliche Vernarbung ist ein guter Faserkontakt der Rissenden ohne Zerfetzung. Diese Rissform liegt viel häufiger vor als früher vermutet. Sie kann im Kernspintomogramm vom Erfahrenen bereits ohne Arthroskopie gut erkannt werden.

Es gibt keine guten Gründe für eine übereilte Sofortoperation nahe der Skipiste, wie sie dem deutschen Urlauber inzwischen aus vorwiegend finanziellen Gründen im nahen Österreich regelmäßig empfohlen wird. Ein guter deutscher Kreuzband-Operateur hat zudem eine Ganzjahressaison im Gegensatz zu drei bis vier Wintermonaten.

Auch die immer noch an manchen Kliniken empfohlene Gelenkspiegelung zur Ausspülung des Blutergusses und zur Entfernung von angeblich einklemmenden Kreuzbandfetzen ist unnötig und verhindert sogar die natürliche Heilung. Kleine Meniskus- und Seitenbandrisse heilen sehr gut ohne Operation aus.

Wichtig ist die Einschränkung der Beweglichkeit für die ersten sechs Wochen in einer speziellen Kreuzbandschiene. Die dann auf natürliche Weise entstandene Kreuzbandnarbe kann vom erfahrenen Sportarzt sicher im Seitenvergleich getestet werden. Wenn allerdings nach sechs Wochen keine seitengleiche Stabilität durch Vernarbung festgestellt werden kann, kommen weiter hin die operativen Verfahren zum Tragen.

Nur in zwei von drei Fällen muss nach diesem strukturierten Vorgehen noch ein kompletter Kreuzbandersatz durch körpereigenes Sehnengewebe erfolgen. Die Operationstechniken konnten um die Anfrischung und den Bündelersatz als einfachere und weniger belastende Verfahren ergänzt werden.

 

Lassen Sie also der Natur ihre Chance. Mögliche Gründe für eine Sofortversorgung bleiben nur der eingeklemmte Meniskus, die Aussprengung von Knorpel-Knochen-Teilen aus der Gelenkfläche oder besondere berufliche Gründe.

 

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